Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: März 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen der Plan Digital Now S.L.U., Partida Les Barqueres S/N, Parcela 79, Polígono 11, 43365 Alforja, Tarragona, España, NIF B21832159 (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden (nachfolgend „Kunde“) über die Nutzung der Software FollowNow (nachfolgend „Software“).
(2) Die Software wird als Cloud-Dienst (Software-as-a-Service, nachfolgend „Cloud-Dienst“) und als Self-Hosting-Lizenz (nachfolgend „Self-Hosting“) angeboten.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(4) Die Software richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB bzw. Gewerbetreibende. Verbraucher im Sinne von § 13 BGB sind von der Nutzung ausgeschlossen.
§ 2 Vertragsgegenstand
2.1 Cloud-Dienst
(1) Beim Cloud-Dienst stellt der Anbieter dem Kunden die Software über das Internet zur Nutzung bereit. Die Software wird auf Servern des Anbieters bzw. dessen Hosting-Dienstleister (Hetzner Online GmbH, Deutschland) betrieben.
(2) Der Funktionsumfang richtet sich nach dem jeweils gewählten Tarif (Nano, Flow, Stream, Scale) gemäß der aktuellen Preisliste unter follownow.app/de/preise/.
(3) Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Software in der jeweils aktuellen Version. Ein Anspruch auf den Erhalt einer bestimmten Version oder bestimmter Einzelfunktionen besteht nicht, sofern diese nicht ausdrücklich als Vertragsbestandteil vereinbart sind.
2.2 Self-Hosting
(1) Bei den Self-Hosting-Tarifen (Own, Own+) erhält der Kunde eine Lizenz zur Installation und zum Betrieb der Software auf eigener oder selbst gewählter Infrastruktur.
(2) Die Self-Hosting-Lizenz ist eine Subscription: Der Kunde erhält Zugang zur Software, einschließlich Updates und Support, solange das Abonnement aktiv ist. Nach Beendigung des Abonnements erlischt das Nutzungsrecht.
(3) Die Lizenz ist nicht übertragbar, nicht unterlizenzierbar und berechtigt zur Nutzung durch die im Tarif festgelegte Anzahl von Nutzern.
(4) Der Quellcode der Software wird dem Kunden nicht offengelegt. Die Bereitstellung erfolgt als Container-Image (Docker).
§ 3 Vertragsschluss und Registrierung
(1) Der Vertrag kommt durch Registrierung des Kunden auf follownow.app und Bestätigung per E-Mail zustande.
(2) Der Kunde versichert bei der Registrierung, dass er Unternehmer ist und die angegebenen Daten wahrheitsgemäß sind.
(3) Der Anbieter kann die Registrierung ohne Angabe von Gründen ablehnen.
§ 4 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Kunde wählt bei Vertragsschluss einen Abrechnungszeitraum: monatlich oder jährlich.
(2) Bei monatlicher Abrechnung kann der Vertrag jederzeit zum Ende des laufenden Monats gekündigt werden.
(3) Bei jährlicher Abrechnung kann der Vertrag zum Ende des jeweiligen Vertragsjahres gekündigt werden. Die Kündigung muss spätestens 14 Tage vor Ablauf des Vertragsjahres erfolgen. Erfolgt keine fristgerechte Kündigung, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr.
(4) Der kostenlose Tarif (Nano) hat keine Mindestlaufzeit und kann jederzeit durch Löschung des Kontos beendet werden.
(5) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(6) Die Kündigung kann per E-Mail an kuendigung@follownow.app oder über die Kontoverwaltung in der Software erfolgen.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Die aktuellen Preise ergeben sich aus der Preisliste unter follownow.app/de/preise/. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern diese anfällt.
(2) Die Zahlung erfolgt im Voraus per Kreditkarte, SEPA-Lastschrift oder einem anderen vom Anbieter angebotenen Zahlungsmittel über den Zahlungsdienstleister Stripe.
(3) Bei jährlicher Abrechnung wird der Jahresbetrag im Voraus fällig. Es gilt der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses bzw. der Verlängerung gültige Jahrespreis.
(4) Der Anbieter behält sich Preisanpassungen vor. Preiserhöhungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Bei Preiserhöhungen hat der Kunde ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Erhöhung.
(5) Bei Zahlungsverzug von mehr als 14 Tagen ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Software zu sperren. Die Pflicht zur Zahlung der vereinbarten Vergütung bleibt bestehen.
§ 6 Verfügbarkeit und Service Level (Cloud-Dienst)
(1) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit des Cloud-Dienstes von 99,5 % im Monatsmittel an (gemessen an der Gesamtzeit abzüglich geplanter Wartungsfenster).
(2) Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit mindestens 48 Stunden im Voraus per E-Mail oder In-App-Benachrichtigung angekündigt und nach Möglichkeit außerhalb der Kernarbeitszeiten (Montag–Freitag, 08:00–18:00 Uhr MEZ) durchgeführt.
(3) Die Verfügbarkeitsgarantie gilt nicht bei Störungen, die durch höhere Gewalt, Störungen im Internet oder bei Drittanbietern, oder durch vom Kunden zu vertretende Umstände verursacht werden.
§ 7 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten (E-Mail, Passwort) geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen.
(2) Der Kunde ist für alle Aktivitäten verantwortlich, die unter seinem Konto stattfinden.
(3) Der Kunde darf die Software nicht für rechtswidrige Zwecke nutzen, insbesondere nicht zum Versand von Spam oder zur Speicherung rechtswidriger Inhalte.
(4) Bei Self-Hosting ist der Kunde selbst für die Sicherheit und Verfügbarkeit seiner Infrastruktur, für Backups und für die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften verantwortlich.
(5) Der Kunde ist verpflichtet, die Software in der jeweils aktuellen oder der unmittelbar vorherigen Version zu betreiben. Support für ältere Versionen kann der Anbieter ablehnen.
§ 8 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Die Verarbeitung personenbezogener Daten richtet sich nach der Datenschutzerklärung des Anbieters.
(2) Soweit der Kunde personenbezogene Daten seiner Kunden oder Mitarbeiter in der Software speichert, handelt der Anbieter beim Cloud-Dienst als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO. Der Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) ist Voraussetzung für die Nutzung des Cloud-Dienstes mit personenbezogenen Daten Dritter. Der AVV wird bei Vertragsschluss bereitgestellt.
(3) Bei Self-Hosting ist der Kunde selbst Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Der Anbieter hat keinen Zugriff auf die vom Kunden gespeicherten Daten.
§ 9 Geistiges Eigentum
(1) Alle Rechte an der Software, einschließlich Quellcode, Design, Dokumentation und Marken, verbleiben beim Anbieter.
(2) Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht für die Dauer des Vertragsverhältnisses im Rahmen des gewählten Tarifs.
(3) Der Kunde darf die Software nicht dekompilieren, disassemblieren oder in sonstiger Weise versuchen, den Quellcode zu ermitteln, soweit dies nicht durch zwingendes Recht gestattet ist.
(4) Inhalte und Daten, die der Kunde in die Software eingibt, verbleiben im Eigentum des Kunden. Der Anbieter erwirbt daran keine Rechte.
§ 10 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters oder seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
(2) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden, die auf vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzungen des Anbieters oder seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
(3) Bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) durch einfache Fahrlässigkeit ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut und vertrauen darf.
(4) Die Haftung nach Abs. 3 ist der Höhe nach begrenzt auf die vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor dem schadensbegründenden Ereignis gezahlte Vergütung, mindestens jedoch 500 €.
(5) Die Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn und Datenverlust ist — außer in den Fällen der Abs. 1 und 2 — ausgeschlossen.
(6) Bei Self-Hosting haftet der Anbieter nicht für Schäden, die auf einer fehlerhaften Konfiguration, mangelhaften Sicherung oder unzureichenden Wartung der Infrastruktur des Kunden beruhen.
(7) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 11 Datensicherung
(1) Beim Cloud-Dienst erstellt der Anbieter täglich automatische Backups der Kundendaten. Diese werden verschlüsselt auf getrennten Systemen bei Hetzner (EU) gespeichert und für 30 Tage aufbewahrt.
(2) Bei Self-Hosting ist der Kunde selbst für die regelmäßige Sicherung seiner Daten verantwortlich. Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Datenverlust beim Self-Hosting.
§ 12 Datenexport und Vertragsende
(1) Der Kunde kann seine Daten jederzeit während der Vertragslaufzeit über die Export-Funktion der Software in maschinenlesbaren Formaten (CSV, JSON, PDF) exportieren.
(2) Nach Vertragsende stellt der Anbieter die Daten des Kunden für einen Zeitraum von 30 Tagen zum Export bereit. Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten unwiderruflich gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
(3) Auf Wunsch des Kunden kann der Anbieter die Daten auch vor Ablauf der 30-Tage-Frist löschen.
§ 13 Änderungen der AGB
(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, sofern die Änderung unter Berücksichtigung der Interessen des Anbieters für den Kunden zumutbar ist.
(2) Der Anbieter wird den Kunden über Änderungen mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail informieren. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen.
(3) Der Anbieter wird den Kunden in der Änderungsmitteilung auf die Bedeutung der 30-Tage-Frist, das Widerspruchsrecht und die Rechtsfolgen des Schweigens hinweisen.
(4) Bei Widerspruch des Kunden hat der Anbieter das Recht, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung ordentlich zu kündigen.
§ 14 Geheimhaltung
(1) Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen des Vertragsverhältnisses erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und nicht an Dritte weiterzugeben.
(2) Diese Verpflichtung gilt nicht für Informationen, die öffentlich bekannt sind oder werden, die der empfangenden Partei bereits vor Offenlegung bekannt waren, oder die aufgrund gesetzlicher Verpflichtung offengelegt werden müssen.
(3) Die Geheimhaltungspflicht gilt über das Vertragsende hinaus für einen Zeitraum von 3 Jahren.
§ 15 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht des Königreichs Spanien unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Tarragona, Spanien, sofern der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung wird durch eine wirksame Bestimmung ersetzt, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
(4) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses.